{"id":797,"date":"2011-08-30T12:09:00","date_gmt":"2011-08-30T10:09:00","guid":{"rendered":"\/?p=797"},"modified":"2025-10-13T12:51:32","modified_gmt":"2025-10-13T10:51:32","slug":"nicht-quatschen-nachmachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/avantcore.de\/en\/nicht-quatschen-nachmachen\/","title":{"rendered":"Nicht quatschen, NACHMACHEN?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Komiker Mario Barth wehrte sich vor dem Landgericht D\u00fcsseldorf gegen die Verwendung des Slogans \u201e\u201eNicht quatschen, MACHEN!\u201d. Er ist wie bei dem Slogan \u201eNichts reimt sich auf Uschi\u201c der Meinung, er habe das Recht die gewerbliche Verwendung dieser Spr\u00fcche zu verbieten.<\/strong><\/p>\n<p><!--more-->Der deutsche Komiker Mario Barth verkauft Merchandising-Artikel, insbesondere T-Shirts mit dem Spruch einer seiner Sketche mit dem Titel \u201eNicht quatschen, MACHEN!\u201d. Diesen Titel lie\u00df sich der Comedian auch als Marke beim Markenamt eintragen.<\/p>\n<p>Der Gegner vertreibt \u00fcber seine Internetseite und \u00fcber Internetplattformen wie eBay und Amazon bedruckte T-Shirts mit verschiedenen Motiven, z.B. bekannten Spr\u00fcchen aus Film und Fernsehen, darunter ebenfalls ein T-Shirt mit dem Aufdruck \u201eNicht quatschen, MACHEN!\u201d. Die T-Shirts wurden auf dem Verkaufsportal Amazon dergestalt angeboten, dass sie bei Eingabe des Suchbegriffs \u201eMario Barth Fanartikel\u201d oder \u201eMario Barth T-Shirt\u201d an erster bzw. zweiter Stelle in der Ergebnisliste erschienen. Das hielt Mario Barth f\u00fcr wettbewerbswidrig und verklagte den T-Shirt Verk\u00e4ufer.<\/p>\n<p><b>Decision of the court<br \/>\n<\/b>In seiner Entscheidung vom <a title=\"LG D\u00fcsseldorf, Urteil vom 27.07.2011 - Az. 2a O 72\/11\" href=\"http:\/\/openjur.de\/u\/168406.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">27.07.2011 &#8211; Az. 2a O 72\/11<\/a> stellte das Landgericht D\u00fcsseldorf klar, dass es sich bei dem Slogan \u201eNicht quatschen, MACHEN\u201d um eine zum Allgemeingut geh\u00f6rende allgemeine Lebensweisheit handele, welche auch schon vor der Verwendung durch den Komiker im deutschen Sprachgebrauch vorhanden war. Das Gericht lehnte eine wettbewerbliche Eigenart des Slogans ab, da eine solche nur vorliege, wenn die konkrete Ausgestaltung oder bestimmte Merkmale des Erzeugnisses geeignet seien, die angesprochenen Verkehrskreise auf seine betriebliche Herkunft oder seine Besonderheiten hinzuweisen. Das sei hier nicht der Fall.<\/p>\n<p>Damit stellte der Vertrieb von T-Shirts mit dem Slogan ,,Nicht quatschen, MACHEN\u201d durch den T-Shirt Hersteller keine unlautere Nachahmung der Merchandising Produkte Mario Barths dar. Die Klage des Comedians war abzuweisen.<\/p>\n<p><strong>F<\/strong><b>azit<br \/>\n<\/b>Mario Barth versucht weiterhin mittels des Marken- und Wettbewerbsrechts von Ihm in seinen Shows verwendete Spr\u00fcche f\u00fcr sich sch\u00fctzen zu lassen und anderen zu verbieten, diese gewerblich zu verwenden. Soweit die Slogans \u00fcberhaupt nicht von ihm stammen und\/ oder Allgemeingut sind, wird ihm das nicht gelingen. Gegen die von dem Komiker eingetragene Marke l\u00e4uft im \u00dcbrigen ein L\u00f6schungsverfahren vor dem Markenamt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Komiker Mario Barth wehrte sich vor dem Landgericht D\u00fcsseldorf gegen die Verwendung des Slogans \u201e\u201eNicht quatschen, MACHEN!\u201d. 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