{"id":6727,"date":"2014-05-10T13:32:06","date_gmt":"2014-05-10T11:32:06","guid":{"rendered":"\/?p=6727"},"modified":"2025-10-10T15:08:04","modified_gmt":"2025-10-10T13:08:04","slug":"verlegeranteil-der-vg-wort-unzulaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/avantcore.de\/en\/verlegeranteil-der-vg-wort-unzulaessig\/","title":{"rendered":"Verlegeranteil der VG Wort unzul\u00e4ssig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort enth\u00e4lt in ihren Verteilungspl\u00e4nen Regelungen, nach denen auch Verlage an der Aussch\u00fcttung der Verg\u00fctungsanteile zu beteiligen sind. Die Tantiemen werden danach von der VG Wort anteilig aufgrund allgemeiner S\u00e4tze sowohl an die Urheber als auch an die Verleger ausbezahlt. Streitig war nun, ob die Verleger \u00fcberhaupt auszahlungsberechtigt sein k\u00f6nnen, wenn sie der VG Wort gar keine Rechte einr\u00e4umen k\u00f6nnen, weil die Verwertungsgesellschaft diese Rechte schon zuvor vom Autor erhalten hat.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Gegen diese Vergabepraxis wandte daher sich einer der Autoren und erhielt in erster Instanz vor dem LG M\u00fcnchen Recht. Die VG Wort legte gegen dieses Urteil beim OLG M\u00fcnchen Berufung ein.<\/p>\n<p><strong>Decision of the court<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-image-2584\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/avantcore.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/rrw.png\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"405\" \/>Das Gericht (Urteil des OLG M\u00fcnchen vom 17.10.2013, Az.: 6 U 2492\/12) sprach sich gegen die Zul\u00e4ssigkeit der Beteiligung des Verlags an den Erl\u00f6sen aus. Der Kl\u00e4ger hatte seine Verg\u00fctungsanspr\u00fcche mit dem Wahrnehmungsvertrag 1984 an die VG Wort abgetreten. Daher konnte der Kl\u00e4ger dem Verlag durch den zeitlich sp\u00e4ter geschlossenen Verlagsvertrag keine Verg\u00fctungsanspr\u00fcche mehr \u00fcbertragen. Auch dass der Kl\u00e4ger der Einbeziehung der Verteilungspl\u00e4ne in das Vertragsverh\u00e4ltnis zugestimmt habe \u00e4ndere nichts an der Unzul\u00e4ssigkeit, da der VG Wort als einzige Verwertungsgesellschaft f\u00fcr <a href=\"https:\/\/avantcore.de\/en\/topic\/sprachwerke\/\">Language works<\/a> in Deutschland eine Monopolstellung zuk\u00e4me und der Kl\u00e4ger somit keine andere Wahl gehabt habe, als die Verteilungspl\u00e4ne zu akzeptieren.<\/p>\n<p>Zudem w\u00fcrde die, in den streitgegenst\u00e4ndlichen Wahrnehmungsvertrag einbezogene, Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingung, wonach Satzung und Verteilungsplan, auch bei \u00c4nderung, einen Bestandteil des Vertrages bilden eine unangemessene Benachteiligung des Kl\u00e4gers darstellen. Die im Verteilungsplan der VG Wort geregelte Beteiligung des Verlages an der Aussch\u00fcttung der Erl\u00f6se versto\u00dfe gegen das im Urheberrechtswahrnehmungsgesetz verankerte Willk\u00fcrverbot und gegen die Regelungen bez\u00fcglich des Verbots eines Verzichts auf zuk\u00fcnftige gesetzliche Verg\u00fctungsanspr\u00fcche.<\/p>\n<p><strong>Conclusion<\/strong><\/p>\n<p>Nach Ansicht des OLG M\u00fcnchen ist die VG Wort folglich generell nicht berechtigt die Verlage an den erzielten Erl\u00f6sen zu beteiligen. Allerdings hat die VG Wort mittlerweile angek\u00fcndigt gegen dieses Urteil vor dem BGH in die \u2013 vom Oberlandesgericht ausdr\u00fccklich zugelassene \u2013 Revision zu gehen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort enth\u00e4lt in ihren Verteilungspl\u00e4nen Regelungen, nach denen auch Verlage an der Aussch\u00fcttung der Verg\u00fctungsanteile zu beteiligen sind. 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