{"id":13962,"date":"2018-02-14T11:16:17","date_gmt":"2018-02-14T10:16:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kpw-law.de\/?p=13962"},"modified":"2025-10-08T13:34:43","modified_gmt":"2025-10-08T11:34:43","slug":"13962","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/avantcore.de\/en\/13962\/","title":{"rendered":"Apple mit Erfolg: keine Eintragung von &#8220;MI PAD&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit Jahren streiten sich das US-Unternehmen Apple und das chinesische Unternehmen Xiaomi darum, ob das Wortzeichen MI PAD als Unionsmarke eingetragen werden darf oder nicht. Das EuG meint Nein.<\/strong> <!--more--><\/p>\n<p>Im Jahr 2014 meldete das chinesische Unternehmen Xiaomi das Wortzeichen &#8220;MI PAD&#8221; als Unionsmarke f\u00fcr elektronische Ger\u00e4te und Dienstleistungen in der (Tele-)Kommunikation an.<\/p>\n<p>Apple legte gegen die Eintragung des Zeichens Widerspruch ein. Apple ist Inhaber der \u00e4lteren Marke &#8220;IPAD&#8221;, die f\u00fcr identische oder \u00e4hnliche Waren und Dienstleistungen eingetragen ist.<\/p>\n<p>Das EUIPO gab dem Widerspruch statt. Die Zeichen weisen nach Auffassung des EUIPO einen erheblichen Grad an \u00c4hnlichkeit auf. Das EUIPO bejahte eine Verwechslungsgefahr. Die ma\u00dfgeblichen Verkehrskreise w\u00fcrden die Marke MI PAD f\u00fcr eine Abwandlung der Marke IPAD halten.<\/p>\n<p>Hiergegen wendete sich Xiaomi mit einer Klage auf Aufhebung der Entscheidung des EUIPO.<\/p>\n<h2>Die Entscheidung des EuG<\/h2>\n<p>Die Klage von Xiaomi blieb ohne Erfolg. Das EuG wies die Klage mit <a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=197427&amp;pageIndex=0&amp;doclang=EN&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Urteil vom 05.12.2017 &#8211; Az. T-893\/16<\/a> ab und best\u00e4tigte die Entscheidung des EUIPO.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/avantcore.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/rrw.png\" alt=\"Sun at AVANTCORE\" width=\"344\" height=\"149\" \/>Auch das EuG bejahte einen hohen \u00c4hnlichkeitsgrad hinsichtlich des Schriftbilds. IPAD sei vollst\u00e4ndig in MI PAD enthalten und die Zeichen haben die Buchstabenfolge &#8220;ipad&#8221; gemein. Unterscheiden w\u00fcrden sich die Zeichen lediglich durch den zus\u00e4tzlichen Buchstaben &#8220;m&#8221; am Anfang von MI PAD.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Vergleich in klanglicher und begrifflicher Hinsicht differenzierte das Gericht nach englischsprachigem und nicht englischsprachigem Publikum. F\u00fcr beide stellte es eine zu gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit der Zeichen fest.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich best\u00e4tigte das Gericht auch eine Verwechslungsgefahr. Der zus\u00e4tzliche Buchstabe &#8220;m&#8221; an Anfang von MI PAD reiche nicht aus, um den hohen Grad an schriftbildlicher und klanglicher \u00c4hnlichkeit auszugleichen.<\/p>\n<h2>Conclusion<\/h2>\n<p>Apple konnte sich mit Erfolg gegen die Eintragung von MI PAD als Unionsmarke zur Wehr setzen. Ob das Urteil rechtskr\u00e4ftig wird bleibt abzuwarten. Noch besteht die M\u00f6glichkeit, dass gegen das Urteil Berufung eingelegt wird. Sodann m\u00fcsste der EuGH dar\u00fcber entscheiden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren streiten sich das US-Unternehmen Apple und das chinesische Unternehmen Xiaomi darum, ob das Wortzeichen MI PAD als Unionsmarke eingetragen werden darf oder nicht. 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