{"id":13648,"date":"2017-07-17T08:26:37","date_gmt":"2017-07-17T06:26:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kpw-law.de\/?p=13648\/"},"modified":"2025-10-08T13:54:37","modified_gmt":"2025-10-08T11:54:37","slug":"groenemeyer-erringt-erfolg-gegen-verlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/avantcore.de\/en\/groenemeyer-erringt-erfolg-gegen-verlage\/","title":{"rendered":"Herbert Gr\u00f6nemeyer erringt Erfolg gegen Verlage"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der bekannte deutsche S\u00e4nger Herbert Gr\u00f6nemeyer wollte die Berichterstattung \u00fcber eine Auseinandersetzung mit zwei Fotografen im Jahr 2014 nicht hinnehmen. Er ging in separaten gerichtlichen Verfahren gegen drei deutsche Verlage vor &#8211; mit Erfolg.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Im Dezember 2014 befand sich der S\u00e4nger Herbert Gr\u00f6nemeyer mit seinem Sohn und seiner Lebensgef\u00e4hrtin auf einer privaten Reise. Es kam am Flughafen K\u00f6ln\/Bonn zu einem Vorfall, an dem der S\u00e4nger beteiligt war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/avantcore.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/rrw.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/avantcore.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/rrw.png\" alt=\"Gr\u00f6nemeyer\" width=\"413\" height=\"275\" \/><\/a>In einem Video wurde der Eindruck erweckt, dass der S\u00e4nger gegen\u00fcber zwei Fotografen grundlos ausrastete. Der S\u00e4nger war der Auffassung, dass die Geschehnisse aus dem Zusammenhang gerissen worden seien. Das OLG K\u00f6ln hatte die Verbreitung des Videos \u00fcber den Vorfall untersagt (vgl. <a href=\"https:\/\/www.justiz.nrw.de\/nrwe\/olgs\/koeln\/j2017\/15_U_46_16_Urteil_20170309.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Urteil vom 09.03.2017 &#8211; Az. 15 U 46\/16<\/a>).<\/p>\n<p>Drei Verlage hatten \u00fcber den Vorfall berichtet. Zudem hatten sie zum Teil aus dem Video Bilder entnommen und abgedruckt. Herbert Gr\u00f6nemeyer sah sich in seinem Pers\u00f6nlichkeitsrecht verletzt und klagte.<\/p>\n<h2>Die Entscheidungen des Gerichts in Sachen Gr\u00f6nemeyer<\/h2>\n<p>Mit Urteil vom 05.07.2017 &#8211; Az. 28 O 177\/15, 28 O 178\/15 und 28 O 225\/15 (<a href=\"http:\/\/www.lg-koeln.nrw.de\/behoerde\/040_presse\/zt_presse\/pressemitteilungen\/PM2017-16-Groenemeyer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemitteilung vom 05.07.2017<\/a>) entschied das LG K\u00f6ln, dass die Aussagen unwahr sind und damit Herbert Gr\u00f6nemeyer in seinem Pers\u00f6nlichkeitsrecht verletzen. Das Gericht untersagte deshalb die weitere Verbreitung entsprechender Aussagen. Auch die Verbreitung der aus dem Video entnommenen Bilder ist nach Auffassung des Gerichts unzul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>So wurde beispielsweise einem der Verlage untersagt, zu verbreiten, dass der S\u00e4nger einem der Fotografen die Kamera aus der Hand geschlagen bzw. den anderen gew\u00fcrgt habe.<\/p>\n<p>Einer der Verlage wurde dar\u00fcber hinaus zur Zahlung eines Schadensersatzes und zur Richtigstellung in der n\u00e4chsten Ausgabe der Zeitschrift verurteilt.<\/p>\n<h2>Conclusion<\/h2>\n<p>Herbert Gr\u00f6nemeyer obsiegte in den drei Verfahren. Die Urteile sind jedoch nicht rechtskr\u00e4ftig. Es besteht noch die M\u00f6glichkeit, dass Berufung eingelegt wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der bekannte deutsche S\u00e4nger Herbert Gr\u00f6nemeyer wollte die Berichterstattung \u00fcber eine Auseinandersetzung mit zwei Fotografen im Jahr 2014 nicht hinnehmen. 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